bianca pilat
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Die Ausstellung
umfasst 4 Werkgruppen,
beginnend mit der "dame au crâne rasé" (1979), über "Elektrokardiogramm
303/304" (1980) und Werken aus dem "Künstlereingang" (1990),
bis zu "Forever Young", einer speziell für diese Schau realisierten,
grösseren Arbeit (1998/99).
Die Künstlerin
Manon wurde 1946 in Bern geboren. Nach der Kunstgewerbeschule und der Schauspielakademie
lebte sie von 1977-1980 in Paris, seither mit längeren Unterbrüchen - Amsterdam, Berlin,
New York, Paris, Genua - wieder in der Schweiz.
In den späten siebziger Jahren galt Manon als vielleicht wichtigste
Performancekünstlerin der Schweiz. Aus diesen live-performances entwickelte sie die
Praxis der "installierten Fotografie", die zu einem Zentrum ihres Werkes wurde.
Es gibt heute kaum eine Anthologie über neuere Fotografie, in der ihre Bilder nicht
erwähnt würden.
Ihre Werke befinden sich in den Sammlungen wichtiger Schweizer Museen und wurden ausser in
der Schweiz auch in Galerien und Kunstmuseen von Santo Domingo, Holland, Deutschland,
Österreich, Frankreich und Italien gezeigt.
Die Werke
Manon hat eine ganz eigene, raffinierte und stark metaphorische Sprache entwickelt. Die
feministische Optik verbindet sich mit einer weiblichen Ausdrucksweise, die ihr Werk durch
exquisite Eleganz bereichert, ohne je dem simplen Effekt nachzugeben. Und diese Sprache
ist voller Ironie.
In "Forever Young" übernimmt Manon den Part einer modernen
Heroine, die verzweifelt versucht, die schrecklichen Schatten der Vergänglichkeit zu
vertreiben, eines der tiefsten Probleme des Selbst, das Oscar Wilde zu seinem Bildnis
des Dorian Gray inspiriert hatte.
Dazu schrieb sie mir: "Die Furcht vor dem Verlust von Jugend und Schönheit
maskiert meiner Ansicht nach viel tiefere Ängste: Jene vor dem Verlust der
intellektuellen und mentalen - und auch künstlerischen - Fähigkeiten. Die Vorstellung,
sich eines Tages nicht mehr ausdrücken zu können, sei's mit Worten oder mit Bildern,
hiesse für einen Künstler seine Seele, ja seine ganze Persönlichkeit verlieren.
Nein, ich möchte die Zeit nicht zurückdrehen wie Dorian Gray (nie mehr 20 Jahre alt!),
aber ich möchte sie anhalten, und zwar heute, sofort und mit grosser Dringlichkeit."
Bianca Pilat, Milano